Übung mit dem Waldbrandsatz
Am Samstag trafen sich zahlreiche aktive Mitglieder unserer Feuerwehr zur Übung mit dem neu angeschafften Waldbrandsatz. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurden unter der Leitung des 2. Kommandanten Martin Gruber wieder zwei Gruppen gebildet.
So wurde zunächst die Tragkraftspritze mit einem Güllefass verbunden, da bei einem Flächen- oder Waldbrand in aller Regel nicht auf einen Hydranten zurückgegriffen werden kann. Das mit rund 3000 Liter Wasser gefüllte Güllefass wurde von der Familie Konrad Gruber bereitgestellt, im Ernstfall könnte aber auch noch auf weitere Behälter von Landwirten aus dem nahen Umkreis zurückgegriffen werden. Diese haben sich freundlicherweise dazu bereit erklärt, den Feuerwehrdienst zu unterstützen.
Zu Übungszwecken wurde das Wasser in einen offenen Behälter gepumpt, in dem sich der neue Schwimmsauger befand – dieser kann ohne zusätzliche Vorkehrungen in einen Behälter oder einen Teich geworfen werden und nimmt im Zusammenspiel mit der ebenfalls neuen mobilen Kleinpumpe bereits ab einer Wassertiefe von wenigen Zentimetern verlässlich Wasser ab. Die Pumpe kann von einer Person transportiert werden und ist für den Einsatz mit D-Schläuchen konzipiert. Im Gegensatz zur größeren TS verfügt sie aus Gewichtsgründen über keine automatische Entlüftung und muss vor dem Start mit Wasser befüllt werden.
Bei der Übung durften alle Teilnehmer die verschiedenen neuen D-Verteiler und Strahlrohre ausprobieren, danach kam die neue Löschlanze zum Einsatz.
Eigentlich kommt sie aus dem Luftfahrtbereich, dort wird sie mit ihrer Edelstahlspitze von außen durch die Flugzeughülle geschlagen und kann in einem brennenden Flugzeug schnell Rauchgase abkühlen und Flammen löschen. Das gilt aber auch für Haustüren, Scheunenwände und Wurzelbrände, was bei der Übung eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde – die Löschlanze blähte den Boden zu einer großen Wasserblase auf und sättigte ihn so mit Wasser, dass im Umkreis von einigen Metern Wasser aus der Wiese quoll.
Parallel dazu baute die zweite Gruppe den 5000L-Behälter auf und ab (Siehe vorherige Übung) und informierte sich über die manuellen Löschwerkzeuge im Waldbrandsatz wie Feuerpatschen, Hacken für Schutzschneisen und ähnliches.
Zum Abschluss der Übung wurden die neuen Löschrucksäcke ausprobiert. Sie fassen ca. 20 Liter und sind mit einer Handspritze ausgestattet, die mit geringem Kraftaufwand eine beeindruckende Reichweite erzielt. Der entstehende Wasserstrahl ist erstaunlich druckvoll, vergleichbar mit einem Gartenschlauch und hat eine Reichweite von rund 10 Metern – kleine Glutnester können damit effektiv bekämpft werden, die Bewegungsfreiheit ist quasi uneingeschränkt.






