Scheunenbrand Obernried am 23.01.2015

Keine plausible Erklärung haben die Ermittlungsbeamten der Polizei zunächst in der Nacht zum Dienstag für einen Brand in Obernried in der Gemeinde Waffenbrunn gefunden. Dort war ein Feuer in einer kleinen Scheune ausgebrochen, die an ein Wohnhaus angebaut war.

Gegen 1.30 Uhr entdeckte der benachbarte Dorfwirt den Brand und alarmierte die Polizei. Die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses waren durch das hitzebedingte Platzen der Fensterscheiben aufgewacht. Als die ersten Feuerwehren eintrafen, habe die Scheune bereits lichterloh gebrannt, erklärte Kreisbrandinspektor Marco Greil am Einsatzort.

Die Feuerwehr war zu einem „Wohnhausbrand“ alarmiert worden, konnte diesen aber letztlich verhindern, obwohl die Holzfassade des Hauses bereits stark angekohlt war. Wie die Polizei mitteilte, befanden sich in der Scheune Brennmaterial für den Winter sowie verschiedene Gartengeräte. Allerdings fand sich in der Nacht keine plausible Erklärung für den Ausbruch des Brandes, da es keinerlei technischen Einrichtungen in der Scheune gibt.

Auf ein Eigenverschulden der Hausbewohner gab es zum Zeitpunkt der nächtlichen Ermittlungen ebenfalls keinen Hinweis. Die Bewohner des Hauses waren erst durch den Knall der platzenden Fensterscheiben aufgewacht. Die Polizei schätzt nach ersten Erkenntnissen den Schaden auf mehr als 50 000 Euro.

Der Einsatz der Feuerwehr endete gegen 2.30 Uhr und war vom Rettungsdienst routinemäßig abgesichert. Eingesetzt war neben der Drehleiter aus Cham auch schwerer Atemschutz. Die Brandstelle wurde mit Wärmebild-Kameras überwacht. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Obernried, Balbersdorf, Waffenbrunn, Cham, Geigant, Pemfling und Döfering.

„Derzeit müssen wir von Brandstiftung ausgehen“, so die Polizei bereits in der Nacht. Dies erwies sich später als richtig. Allerdings soll es sich um fahrlässige Brandstiftung handeln. In den Vormittagsstunden übernahmen nämlich Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg die Ermittlungen zum Entstehen des Feuers. Zum jetzigen Zeitpunkt ist von einer fahrlässigen Brandstiftung auszugehen, hervorgerufen durch heiße Aschereste, die in die Mülltonne gekippt worden waren, hieß es dann am Freitagnachmittag in einer Pressemeldung des Polizeipräsidiums Regensburg. Offensichtlich hatte es eine ganze Weile gedauert, bis sie sich entzündet und sich die Lage zu einem Brand ausgeweitet hatte.

Text: Johannes Schiedermeier, Bayerwald Echo.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert