Fort nach Böhmen, Ungarn, Wien und Amerika: Auswanderer aus Balbersdorf und Habersdorf
Datum: 1843 – Genauigkeit: Zeitraum 1843–1861 (Archivakten)
Wer im 19. Jahrhundert aus Bayern auswandern wollte, brauchte eine behördliche Genehmigung. Im Bestand des Landgerichts älterer Ordnung Cham (Staatsarchiv Amberg) sind deshalb zahlreiche Auswanderungsakten erhalten, auch für unsere Dörfer:
- 1843: Martin Mühlbauer von Habersdorf nach Österreich
- 1844 und 1850–1852: Wolfgang Dietl von Habersdorf und Barbara Betz von Dalking nach Niederungarn
- 1845: Magdalena Schmaderer von Balbersdorf nach Böhmen
- 1847: Georg Schlegl, Schmiedgeselle, und Rosina Plötz mit ihrem unehelichen Kind von Balbersdorf (Ziel im Online-Titel abgeschnitten)
- 1849: Andreas Daschner von Habersdorf nach Nordamerika
- 1850: Theresia Streck von Obernried und Joseph Alt von Habersdorf (Ziel abgeschnitten)
- 1853: Andreas Mühlbauer von Habersdorf nach Österreich (weitere Akte 1855–1856) und Georg Mühlbauer, Kutscher, von Habersdorf nach Wien
- 1854: Joseph Schmidt, Wirtssohn von Balbersdorf, nach Österreich
- 1859–1860: Johann Georg Höpfl, Schreinergeselle von Habersdorf, nach Österreich
- 1860–1861: Michael Raab, Bräuergeselle von Habersdorf, nach Österreich
Die meisten gingen also nicht nach Amerika, sondern in die nahe Habsburgermonarchie, nach Böhmen, Wien oder Ungarn. Viele waren Handwerksgesellen. Ob alle tatsächlich ausgewandert sind, sagen die Akten nicht. Sie belegen nur das Verfahren.
Hinweis: Es handelt sich um eine Sammlung von Archivtiteln. Ob die Auswanderung jeweils tatsächlich stattfand, ist nicht belegt.






