Vollbrand einer Scheune in Kolmberg
Am Feiertags-Montag um 17:21 Uhr erreichte unsere Feuerwehr die B4-Alarmierung “Landwirtschaft Scheune” und bereits vom Feuerwehrgerätehaus war das Ausmaß des Unglücks abzusehen – eine schwarze Rauchsäule stand deutlich sichtbar am Horizont. Beim Eintreffen unserer Kräfte schlugen meterhohe Flammen aus dem betroffenen Gebäude, das Wohnhaus direkt daneben war in akuter Gefahr.
Unsere Feuerwehr übernahm den Großteil der ersten Wasserversorgungsleitung, hierzu wurde Wasser von einem Speicherbehälter im Ortskern aus an die mehrere hundert Meter entfernte Brandstelle gepumpt. Wasser stand dadurch in kürzester Zeit zur Verfügung – so konnte der Brand relativ schnell unter Kontrolle gebracht und das direkt daneben stehende Wohnhaus gehalten werden. Für das landwirtschaftliche Gebäude und die darin befindlichen Maschinen kam aufgrund des bereits bei Ankunft bestehenden Vollbrands aber jede Hilfe zu spät. Das Dach ist größtenteils eingestürzt und von der Struktur des Gebäudes waren oberhalb der Grundmauern nur noch Gerippe zu sehen, die gen Himmel ragten. Aufgrund der beengten Gebäudestrukturen an der Oberseite des Brandherdes musste auch das Wohnhaus permanent mit Wasser gekühlt und Teile des Daches abgedeckt werden, um einen Überschlag des Brandes frühzeitig erkennen zu können.
Die vor Ort anwesende Polizei konnte in einem ersten Gespräch an der Unglücksstelle zwar vermelden, dass keine Menschen oder Tiere bei dem Unglück Schaden genommen haben – ernstzunehmende Erkenntnisse konnten die Beamten zum Einsatzzeitpunkt aber nicht vorweisen und so wurde zur Klärung der Ursache ein Gutachter bestellt.
Im Einsatz waren aufgrund der B4-Alarmierung rund 100 Feuerwehrler aus der gesamten Umgebung. Die Brandbekämpfung zog sich auch in die Länge, da aus dem Holzbau selbst noch nach Stunden immer wieder Flammen schlugen und Glutnester sichtbar wurden. Erst nachdem mittels Wärmebildkamera sichergestellt wurde, dass alle Teile der Struktur unter 30°C gekühlt werden konnten, war der Einsatz für die Mehrzahl der angerückten Feuerwehren beendet. Die Feuerwache wurde von der Kolmberger FFW sichergestellt.
Nach Angaben des Kolmberger Kommandanten wurden bis 21:00 Uhr rund 145.000 Liter Wasser eingesetzt.






